Das fatale Zusammenwirken von anhaltendem Trockenstress, Buchenwollschildlaus und Scharlachpilz raubt imposanten Buchen ihre Lebenskraft.
Schon Ende des 19. Jahrhunderts stellten Forstleute das sogenannte 'Buchensterben' fest. Heute wissen wir: Es handelt sich um eine komplexe Kaskade verschiedenster Stressfaktoren, die sich gegenseitig katalysieren.
Der Ursprung allen Übels ist oft extremer abiotischer Stress, typischerweise bedingt durch sinkende Grundwasserspiegel und massive Trockenheitssommer. Die geschwächte und 'durstige' Buche kann das aggressive Absaugen ihres Lebenssaftes durch die eingeschleppte Buchenwollschildlaus nicht mehr kompensieren.
Die vom Insekt erzeugten kleinen Rindenverletzungen bilden infolge das ideale Einfallstor für gefährliche Pilzarten wie den Scharlachpilz (Nectria coccinea). Im späten Verlauf durchlöchern verschiedene Holzkäfer und Fäulepilze den Stamm, bis letztlich die mechanische Stabilität der Buche vollends zusammenbricht.

