Bakterielle Erkrankung der Rosskastanie, erkennbar an dunklen Leckstellen und blutenden Rissen am Stamm.
Im Jahr 2002 wurde in den Niederlanden erstmals eine neue und bedrohliche Erkrankung der Rosskastanie beobachtet. Das auffälligste Symptom sind dunkle, blutende Leckstellen an der Rinde, die oft von nässenden Rissen begleitet werden.
Als schuldiger Verursacher wurde das Bakterium Pseudomonas syringae pv. aesculi identifiziert. Typische Krankheitszeichen sind neben dem starken Schleimfluss auch Verfärbungen der Rinde, die teilweise Vergilbung der Baumkrone sowie das abschnittsweise Absterben der Äste.
In der Folge siedeln sich zumeist sekundäre holzzersetzende Pilzorganismen auf den Wunden an, die den Verfallsprozess massiv beschleunigen. Dies führt zu Astabbrüchen, großflächigen Rindenablösungen und meistens unweigerlich zum Verlust des prächtigen Baumes.

